{"id":262,"date":"2019-06-04T19:46:23","date_gmt":"2019-06-04T17:46:23","guid":{"rendered":"https:\/\/ada-sub.rotefadenbuecher.de\/?p=262"},"modified":"2023-03-24T09:08:33","modified_gmt":"2023-03-24T08:08:33","slug":"09234-colloquium-der-streit-um-die-kritik-in-der-primare","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ada-sub.dh-index.org\/blog\/09234-colloquium-der-streit-um-die-kritik-in-der-primare\/","title":{"rendered":"09234.2 colloquium -der streit um die kritik- in der prim\u00e4re."},"content":{"rendered":"<h2>bon soir les etudiantes\u2026<\/h2>\n<p>okay. ich werde mich nicht zur\u00fcckhalten k\u00f6nnen und die -kritik in der prim\u00e4re- wohl gleich, im anschlusz ans seminar, -aus den fingern saugen-. der drauszendurchgang zwischen dem vorderen und hinteren teil der silberlaube bietet sich grad an. donc. etudier.<\/p>\n<p>habe ich an alles gedacht?<\/p>\n<ul>\n<li>ein schmales ringbuch sappele -student-<\/li>\n<li>ein kanken<\/li>\n<li>ein 13\u201c macbook<\/li>\n<li>internet in der hosentasche.<\/li>\n<li>nochwas?<\/li>\n<li>achja\u2026, ein rest kaffe. kann losgehn.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>bauarbeiter an der uni. nein: bauarbeiter IN die uni!<\/h4>\n<p>es kam die frage auf nach belangen\u2026, genauer: -wie- f\u00f6rdermittelantr\u00e4ge zu begr\u00fcnden seien. im kontext des colloquiums eine eher randfrage, die mich aber hellh\u00f6rig machte als ein parasit? am system frei zug\u00e4nglicher bildung?<\/p>\n<p>als ich vor einigen wochen nach der veranstaltung vor dem eingang -rumlungerte-, h\u00f6rte ich ein angeeldertes ehepaar ca. sagen, ja\u2026, und das alles von unsern steuergeldern. stimmt so. frage ist: ja, und? problem, du spast? deine rtl-nachrichten w\u00fcrde es auch nicht geben, wenn hier oder an andern unis nicht wenigstens ein paar deppen medienwissenschaften, journalismus udgl. \u00fcben w\u00fcrden. ich \u00fcbe zumindestens, meine eigene -kritische kraft- zu nutzen, indem ich, nat\u00fcrlich immer noch faul-as-ass, aber wenigstens noch vor-um, die texte zur sitzung wirklich studiere. also mich bilde, oder: mir meinen anteil an bildung nehme. dreist, ohne zu bezahlen; aber daf\u00fcr zahl ich auch schon steuern, is also okay, oder\u2026 oder.<\/p>\n<p>zur\u00fcck zu f\u00f6rdermitteln: wie kriegt man mehr bauarbeiter in die uni. oder erstmal: <em>sollen<\/em> mehr bauarbeiter in die uni? auszer um -ein gestell aufzureiszen-? weisznich\u2026, w\u00fcrde anders werden vermutlich. h\u00e4rterer tonfall vielleicht auf den g\u00e4ngen, die mensa etwas un\u00fcbersichtlicher, allgemein mehr gejohle. aber ej, das doch kein ponyhof da drauszen, wenn ihr hier fertig seid; und wer als architektin angenommen werden will, musz auch mit dem polier mal n wort reden k\u00f6nnen. echt ej\u2026<\/p>\n<p>also nochmal f\u00f6rdermittel. es g\u00e4lte, gelder lockerzukriegen irgendwo, die es der unileitung erm\u00f6glichten, den zugang zu seminaren der breiten bev\u00f6lkerung zu erleichtern. is doch schon? gasth\u00f6rercard? maybe\u2026, aber 200,- eier, wenn man nur ein seminar besuchen m\u00f6chte und m\u00f6glicherweise gar nicht jede woche die energie hat, zu erscheinen? soll -ich- die bauarbeiter ermuntern, es wie ich zu machen, also sich einfach -zu plazieren-? das macht glaubich keiner, der hier vorher noch nie aufgetaucht ist\u2026, soll auch nicht ziel sein. okay, f\u00fcrs erste w\u00fcrde es ja vielleicht auch reichen, jenen den zugang zu erleichtern, die wenigstens ein biszchen vorbildung, akademische (biographie) mitbringen. nahziel. maingoal: die feedback loop. also bildung von drauszen, von unten, von den bauarbeitern IN die uni bringen. also sie sollen wissen, also die studenten, der lehrcorpus, dasz es uns gibt und wir interessiert daran sind, uns h\u00f6rbar zu machen. vielleicht werden wir ja auch l\u00e4ngst beobachtet, klar\u2026, arbeits\/organisationspsychologen gehen in -firmen- und machen befragungen. geil. will einer richtige antworten? aber auch: will einer von uns \u00fcberhaupt reden mit euch?<\/p>\n<p>die schwelle ist zu hoch. ist das mein ernst? ich bin doch hier. s gibt kein problem. oder?<\/p>\n<p>oder.<\/p>\n<p>ich setze einmal um. kritik in der prim\u00e4re. fragen -in der prim\u00e4re-:<\/p>\n<h4>welche formalia m\u00fcszte ich erkennen und innerhalb welchen systems, welchen objekts der -kritik- also, um zu kritisieren, dasz ich<\/h4>\n<h4>die schwelle, um auf das in der uni gelehrte wissen zugreifen zu k\u00f6nnen, zu hoch finde. wirklich zu hoch? also f\u00fcr mich ja eigentlich nicht\u2026 deshalb:<\/h4>\n<h4>ist kritik an dieser stelle \u00fcberhaupt notwendig?<\/h4>\n<h4>wer ist neben dem objekt \u00fcberhaupt ein adressat der kritik? nicht beides dasselbe? der unibetrieb? die leitenden stellen? die studenten doch auch, oder\u2026<\/h4>\n<h4>was ist, wenn ich eine aufgabe habe, besides enriching myself out of the provided knowledge, mein -ouptput- IN das system? gibt es einen solchen?<\/h4>\n<h4>denkend, dasz mein (naives fragen)<\/h4>\n<p>die runde, in der ich zumindest heute einen der letzten freien pl\u00e4tze also besetzte, in irgendeiner weise (befruchtet), sei es durch den zwang zur integration einer v\u00f6llig unwissenschaftlichen perspektive, sei es durch die unterbrechung einer aus dem ruder laufenden diskussion durch meine (freie assoziation, ebenfalls unwissenschaftlich), die dann dazu f\u00fchrt, dasz alle kurz vergessen, was sie noch beisteuern wollten und damit raum f\u00fcr einen neuanfang (im gespr\u00e4ch) gegeben ist; denkend das also\u2026, kann ich (hier&amp;jetzt) nur das jetzt noch dazu beitragen, was ich, das unigel\u00e4nde und meine stimmung, irgendwie noch geistig t\u00e4tig sein zu wollen, bevor ich nach diesem jetzt laszmarechnen 5-1900 egal jdfs. sehr langen tag, (nutzend), eben noch improvisieren kann. die andern machen wahrscheinlich aunix anderes, die hier noch in den g\u00e4ngen irgendwo hocken und tippen. also in der uni arbeiten, oder? habich fr\u00fcher nie gemacht. seminar, abnachhause, bierchen, party. okay, serious\u2026<\/p>\n<h4>habich jetzt schon was beigesteuert?<\/h4>\n<p>weisznich. die oben angedeuteten fragen w\u00e4ren ja zu kl\u00e4ren, um zu beweisen, dasz ich studiere, und nicht nur dar\u00fcber rede, daszich es tue. da w\u00e4r dann auch die connection zum eigentlich zwecke, zu dem ich der veranstaltung \u00fcberhaupt beiwohnen wollte, bevor sie mich zu g\u00e4nzlich anderen ufern trug. literatur kritisieren k\u00f6nnen, und diesmal wirklich. das war eigentlich der anfang von felskis text aus -limits of critique-, den mangel der -hermeneutics of suspicion- in den literaturwissenschaften auszumachen. ich m\u00fcszte jetzt richtig arbeiten auf diesem harten steinboden, um dazu was sagen zu k\u00f6nnen. was ich verstand, war, dasz wohl der (hermeneutische verdacht) etwas ins hintertreffen gegen\u00fcber der mit allen mitteln ausgestatteten -kritik- in ihren s\u00e4mtlichen erscheinungsformen geraten ist. hermeneutik habe ich bisher als die kreative erschlieszung von bedeutungszusammenh\u00e4ngen verstanden, die sich von kritik dadurch abgrenzt, dasz sie nur ihrer eigenen logik folgt, einer der syntax, der grammatik, der mathematischer bedingungen, die ein objekt einem, der es -aufschlieszen- will, zur verf\u00fcgung stellt. kritik w\u00fcrde (wie oben angedeutet) immer beweggr\u00fcnde abseits ihrer immanenten logik suchen, nach denen sie voranschreitet; sich immer darauf verlassen, dasz die objekte und adressaten das n\u00f6tige material liefern, um sie zu entwickeln. die hermeneutik ruht sich nicht auf diesen gegebenheiten aus, sondern ist nur sich selbst ihren fortgang schuldig. was ich hier mache, ist ja eben auch noch keine kritik, und ich kann nur hoffen, irgendwann einen (zirkelschlusz) zu erfahren, der mir recht oder unrecht gibt in der frage, -ob- die zugangschwelle zur uni zu hoch f\u00fcr bauarbeiter ist. habe ich diese frage schon gestellt? nee\u2026, ich war mir ja noch nich mal sicher, ob -ich- sie stellen m\u00f6chte. weil auch -ich- als weichei, spettat, abgebrochener\u2026, mich hier -ohne- bauarbeiter noch ganz wohl f\u00fchle. man rennt ein biszchen in g\u00e4rtnerpose rum, am liebsten h\u00e4ttich noch meine koppel mit messer und schere um; und wird estutmirleid sehr schnell sehr selbstbewuszt. empowerment of the arbeiterschicht. doch ein ziel? doch -auch- ein ziel.<\/p>\n<h3>okay. i know.<\/h3>\n<p>for scientific reasons the whole chose shouldve been done in english, but sorry folks, this is the silberlaube and when i was student a twenty years ago, the language in here was that of above (content.) excuse me excluding the foreign etudiantes qui parle pas lallemand. learn\u2026, bithewai\u2026; its mainly a dieing language of old; but primary philosophic literature was once written therein. and beautiful poetry as well. as you may have noticed.<\/p>\n<p>a bit-of-work is done, isit? it is. ce post peutetre se actualise soimeme. its not yet finished\u2026 theres questions, few answeres\u2026 jaime bien de vous ecouter\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>bon soir les etudiantes\u2026 okay. ich werde mich nicht zur\u00fcckhalten k\u00f6nnen und die -kritik in der prim\u00e4re- wohl gleich, im anschlusz ans seminar, -aus den fingern saugen-. der drauszendurchgang zwischen dem vorderen und hinteren teil der silberlaube bietet sich grad an. donc. etudier. habe ich an alles gedacht? 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